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 Laufsport




  Presse 2006
  Trainerkarriere in der Schweiz
[Der Vinschger] Interview mit zwei ehemaligen Athleten des Amateur Ski Club Haid Raiffeisen: Roland Platzer und Fabio Becchimanzi.

„Der Vinschger“: Was sind die ausschlaggebenden Beweggründe für eure Begeisterung am alpinen Skisport?
Platzer: Ich bin seit meinem 5. Lebensjahr auf den Skiern und seither ist Skisport mein Lebensinhalt. Jeder Mensch hat ein Hobby, das er aus Leidenschaft gerne macht. Meines war schon immer das Skifahren, und wenn man es auch noch zum Beruf machen kann ist es das Schönste, was es gibt.

Becchimanzi: Auch ich bin sozusagen mit dem Skiport aufgewachsen. In meiner Kindheit habe ich das Skitraining des ASC Haid Raiffeisen besucht und mich langsam an den Rennsport herangetastet. Durch den Club wurde ich in den Bann des Skirennsports gezogen und hatte die Möglichkeit meine Lieblingssportart von Grund auf zu erlernen. Die Begeisterung ist bis heute geblieben, heute versuche ich meine Begeisterung auch an meine Athleten weiterzugeben, und diese zu Höchstleistungen zu motivieren. Meine Eltern haben meine Liebe zum Skisport immer finanziell unterstützt und es somit ermöglicht, dass ich meine Begeisterung zum Skisport ausleben konnte.

„Der Vinschger“: Wie seid ihr zum Trainerberuf gekommen?

Becchimanzi: Mein langjähriger Trainer Konstantin Punt hat mich mit dem Rennsport vertraut gemacht. Die Art und Weise, wie er uns als Trainer betreut hat, hat mich beeindruckt und viel dazu beigetragen, dass ich letztendlich den Trainerberuf gewählt habe. Im Trainingscamp von Konstantin Punt hatte ich auch die Möglichkeit, Erfahrungen als Trainer zu sammeln, kurz darauf wurde ich Trainer des Amateur Ski Club Haid Raiffeisen. Seit dem Jahr 2000 bin ich in der Schweiz als Trainer tätig.

Platzer: Als ich meine Karriere als Skirennfahrer schweren Herzens beendet hatte, musste ich mich entscheiden, welche berufliche Laufbahn ich anstreben wollte. Meine Entscheidung fiel auf den Beruf des Trainers. Ich setzte mir das Ziel, als Trainer mit Spitzenathleten zusammen zu arbeiten und mit ihnen Weltcuprennen zu gewinnen. Also ging ich nach Innsbruck und absolvierte dort die österreichische Trainerausbildung. Mein Kollege Fabio arbeitete zu dieser Zeit schon als Trainer im Ostschweizer Skiverband und war für Herren und Damen zuständig und suchte eine Entlastung. Kurz darauf wurde ich vom Ostschweizer Skiverband als Trainer für die Damenmannschaft engagiert. Seitdem arbeite ich als Trainer in der Schweiz und liebe diesen Job. Nach wie vor kann ich mir mein Leben ohne Skier gar nicht vorstellen.

„Der Vinschger“: Welches war euer letztes Skirennen, das ihr persönlich bestritten habt? Welchen Platz habt ihr belegt?

Becchimanzi: Oh, das liegt eine Weile zurück. Meine eigene Rennsportkarriere wurde 1995 durch einen Kreuzbandriss gestoppt. 1997 absolvierte ich meine letzen Rennen, danach bin ich kein Rennen mehr gefahren. Ich kann mich aber an meinen letzten Erfolg erinnern, 1997 wurde ich hinter Patrick Thaler Vizelandesmeister im Riesentorlauf.

Platzer: Daran kann ich mich gar nicht mehr genau erinnern. Ich glaube, es war ein Vereinsrennen des Amateur Ski Club Haid Raiffeisen auf der Haideralm. Ich wurde damals Vereinsmeister - ein schöner, aber im Kontext meines derzeitigen Tätigkeitsfeldes auch ein bescheidener Titel.

„Der Vinschger“: Durch euren Job seid ihr viel unterwegs, wie geht ihr mit der Belastung um?

Platzer: Ja das ist richtig, wir reisen viel herum, es ist sehr belastend und mit enorm viel Stress verbunden. Man lernt über die Jahre hinweg, mit dem umzugehen und man gewöhnt sich daran.

Becchimanzi: Wer diesen Sport und diesen Job liebt, für den spielt dies keine Rolle. Ein Nachteil des ständigen Auf-Achse-Seins ist, dass man im Jahr viel Zeit im Auto verbringt, der Vorteil ist auf jeden Fall, verschiedene Skigebiete in Zentraleuropa kennen zu lernen. Ich war letztes Jahr zum Beispiel in Slowenien, Kroatien, Holland, Slowakei, Dänemark, Finnland und auch in Schweden.

„Der Vinschger“: Wenn man das ganze Jahr auf Skiern verbringt, hat man da noch Lust privat Ski zu laufen?

Becchimanzi: Es klingt verrückt, aber die Lust zum Skilaufen ist bei mir nicht zu bremsen! Klar, ich bin nicht jede freie Minute auf den Skiern, aber es kommt recht oft vor, dass ich privat Skilaufen gehe. Am Saisonende steht bei mir auch meist noch ein Skiurlaub auf dem Programm.

Platzer: Wenn Athleten auf Skirennen begleitet, hat man als Trainer selten Zeit, richtig Ski zu fahren. Wenn man dann mal nach Hause kommt und ein paar freie Tage hat, gehe ich gerne mit Kollegen Skifahren ohne rumzurutschen. Es ist etwas Wunderbares, ein paar schön geschnittene Schwünge in den Schnee zu zaubern.

„Der Vinschger“: Wie seht ihr den italienischen Skirennsport im Vergleich zum dem Schweizer Skirennsport?

Platzer: Rein sportlich gesehen gibt es keine großen Unterschiede, jedes Land will die schnellsten Athleten der Welt haben. Jeder Trainerstab eines Landes arbeitet ein bisschen anders, aber alle verfolgen das gleiche Ziel. Ich kann hier keinen genauen Vergleich ziehen, da ich zu wenig Einblick in den italienischen Skisport habe.

Becchimanzi: Es ist ziemlich schwierig diesen Vergleich anzustellen, ich werde es jedoch versuchen. Generell bin ich Rolands Meinung. Ich sehe aber einen großen Unterschied in der Jugendbetreuung. In Italien werden Kinder und Jugendliche von klein auf in den Amateursportvereinen sehr gut betreut. In der Schweiz üben fast alle Trainer von Amateursportvereinen ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus, und haben nebenbei noch zahlreiche andere Vereinsfunktionen. Hier sehe ich einen klaren Vorteil bei den italienischen Skisportvereinen.

„Der Vinschger“: Was sind die positiven und was sind die negativen Erlebnisse in eurem Beruf?

Platzer: Positive Erlebnisse sind die Erfolge der Athleten, welche gleichzeitig auch einen eigenen Erfolg darstellen. Negative Erlebnisse sind Misserfolge der Athleten, auch diese stellen eigene Misserfolge dar. Eine schöne Begebenheit in diesem Job ist, dass man sehr viel von der Welt sieht, man lernt viele interessante Menschen kennen und hat immer wieder neue Herausforderungen. Ein Nachteil ist, dass man im Winter sehr selten zu Hause ist.

Becchimanzi: Die Erfolge der Athleten sind sicherlich das Schönste. Während meiner Tätigkeit im OSSV stiegen 5 Athleten in den nationalen Kader auf, 158 Podestplätze, davon 28 Siege, wurden errungen. Als Trainer des B-Kaders hatten meine Athleten einen 15. Rang in der Weltcup Superkombination von St. Moritz, 3 Europacup Siege, den Sieg in der Gesamtwertung der Abfahrt sowie 3 Qualifikationen im Slalom für den 2. Lauf zu verbuchen. Oft sind es auch nur einfache Erlebnisse, zum Beispiel, dass innerhalb einer Saison alle Athleten gesund bleiben und sich niemand ernsthaft verletzt. Der bitterste Moment in meiner ganzen Laufzeit war der Tod einer meiner Athleten bei einer Abfahrt in Verbier. Dieser Moment hat einen großen schwarzen Fleck hinterlassen.

„Der Vinschger“: Am 2. Juni fand der Haider Dorflauf des Amateur Ski Club Haid Raiffeisen statt. Wie wichtig ist das Laufen für einen Skisportler?

Platzer: Laufen ist für jeden Skisportler ein wichtiger Bestandteil des Konditionstrainings. Ein Skifahrer trainiert durch das Laufen die Ausdauer, um sich konditionell für den Winter optimal vorzubereiten. Für den Skisportler hat das Laufen noch den Vorteil, dass die Bänder verstärkt werden und dadurch die Verletzungsgefahr gebannt wird. Darum finde ich dieses Lauftraining für die Kinder des Amateur Ski Club Haid Raiffeisen eine besonders gute Idee.

Becchimanzi: Auch ich empfinde es als eine tolle Aktion. Vor allem der Reschenseelauf hat viele Vinschger zum Laufen animiert. Wenn ich abends um den Haidersee laufe, treffe ich oft zahlreiche Haider. Es ist schön, dass besonders viele Haider dem Laufsport fröhnen.

„Der Vinschger“: Welches sind eure Ziele für die Zukunft?

Becchimanzi: Für mich ist es wichtig, so viele Athleten wie möglich zum Erfolg zu verhelfen. Mein langfristiges persönliches Ziel als Trainer ist es, im Weltcup Fuß zu fassen. In diesem Winter habe ich schön öfter Weltcup-Luft schnappen können, ich denke, ich könnte mich daran gewöhnen.

Platzer: Mein Ziel ist es, mit meinen derzeitigen Athleten Cuche Didier, Defago Didier, Zurbriggen Silvan, Brand Olivier und Büchel Marco im nächsten Winter Weltcuprennen zu gewinnen und bei der Weltmeisterschaft in Are in Schweden eine Medaille zu holen.

Interview: Markus Moriggl
 
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